NEU: Lungenkrebs-Screening

NEU: Lungenkrebs-Screening

Das Lungenkrebs-Screening ist seit dem 01.04.26 Kassenleistung.

Ab sofort bieten wir diese Vorsorgeuntersuchung an unseren Standorten in Saarbrücken Winterberg, Neunkirchen im Diakonie Klinikum und Saarlouis im DRK Krankenhaus an.

Lungenkrebs-Screening

Das Lungenkrebs-Screening für Menschen mit starkem Zigarettenkonsum ist ab dem 1. April 2026 eine neue Früherkennungsleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen und dafür die bereits bestehende Krebsfrüherkennungs-Richtlinie angepasst.

Demnach darf eine Früherkennungsuntersuchung mittels Niedrigdosis Computertomographie (Low-Dose-CT, kurz LDCT) bei aktiven und ehemaligen starken Raucherinnen und Rauchern im Alter von 50 bis 75 Jahren durchgeführt werden. Die Untersuchung kann alle zwölf Monate in Anspruch genommen werden.

Warum wird eine Früherkennung angeboten?

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Der stärkste Risikofaktor für eine Lungenkrebserkrankung ist das Rauchen. Oft wird eine Lungenkrebserkrankung erst durch damit verbundene Beschwerden erkannt; diese treten jedoch erst bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen auf.

Die Früherkennung mit einer Niedrigdosis-Computertomographie kann Lungenkarzinome bzw. deren Vorläufer bereits in frühen Stadien erkennen. Hier sind Behandlungsmöglichkeiten vielfältiger und die Heilungschancen besser.

Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT)

Die Computertomographie (CT) ist der „Goldstandard“ für die hochauflösende Darstellung des Lungengewebes. Durch stetige technische Weiterentwicklungen auf Geräteseite und softwaretechnische Optimierungen ist es heute möglich, mit sehr niedriger Strahlenexposition dünnschichtige hochauflösende Bilddaten zu generieren, auffällige Herdbefunde in der Lunge zu erkennen und diese genau zu analysieren (volumetrieren). Die Untersuchung wird ohne Kontrastmittel durchgeführt. Eine spezifische Vorbereitung ist daher nicht nötig (sie benötigen vorab keine Blutwerte).

Befundung

Ihre CT-Untersuchung wird von auf Lungenkrebsfrüherkennung zertifizierten Radiologinnen und Radiologen analysiert. Die Untersuchung wird nach einem standardisierten Schema befundet (Lung-RADS); die Wahrscheinlichkeit für einen bösartigen Befund wird so abgeschätzt. Neben der menschlichen Expertise ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Ablauf fest verwurzelt. Bei auffälligen Befunden wird ihre Untersuchung an einen Zweitbefunder weitergeleitet. Dieser befundet ihre Untersuchung ohne Kenntnis der Ergebnisse des Erstbefunders. Erst- und Zweitbefunder kommen zu einer gemeinsamen abschließenden Meinung und der Erstbefunder teilt ihnen den Befund mit.

Sollte eine weitere Abklärung (z. B. Bronchoskopie, Probenentnahme) erforderlich sein, kann diese dann zeitnah direkt am Lungenkrebszentrum erfolgen. Wir können Sie gerne bei einer Terminvermittlung unterstützen

Wer ist teilnahmeberechtigt?

Da die Low-dose-CT mit einer Strahlenexposition einhergeht, kommt die Lungenkrebs-Früherkennung mit einer Niedrigdosis-CT nur für Personen infrage, die ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko haben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat in einer Verordnung festgelegt, dass nur folgende Personen an der Früherkennung teilnehmen können:

  • Alter: Sie sind zwischen 50 und 75 Jahre alt.
  • starker Zigarettenkonsum: Sie rauchen aktuell oder haben früher stark geraucht, mindestens 25 Jahre mit einem Konsum von 15 Packungsjahren. Rauchpausen innerhalb dieser Zeit dürfen nicht länger als 10 Jahre gewesen sein.
  • Gesundheitszustand, der eine Teilnahme an der Lungenkrebsfrüherkennung zulässt.

Wo kann ich einen Termin anfragen?

Die Terminanfrage zum Lungenkrebs-Screening finden Sie auf den folgenden drei Standortdetailseiten.


Termin direkt per Doctolib buchen

Buchen Sie direkt über Doctolib ihren Termin am einem der zwei Standorte.

Kostenübernahme

Die Kosten des Lungenkrebs-Screenings werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.